Symptome einer Rechenstörung
“Für eine gezielte Hilfe müssen die Probleme des Kindes fachlich fundiert untersucht werden.”
Falls die folgenden Symptome auffällig gehäuft auftreten, kann dies (je nach Alter und Schulklasse) auf das Vorliegen von Rechenstörungen/einer Dyskalkulie hinweisen. Diese Symptome können teilweise jedoch auch bei nicht rechenschwachen Kindern beobachtet werden. Aus diesem Grund können diese Fragestellungen nur erste Anhaltspunkte bieten und nicht eine fachlich fundierte Diagnose ersetzen. (Ein Artikel des Zentrums für Rechentherapie Bremerhaven/Cuxhaven/Zeven)
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Kann Ihr Kind räumliche Beziehungen erfassen? Oder verwechselt es sehr häufig rechts/links,
oben/unten, hinten/vorn?
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Verwechselt es Ziffern (4/5 oder 6/9)? Schreibt es Ziffern von unten her oder seitenverkehrt
(Die 3 ähnelt einem gerundeten E , die 7 einem F)?
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Kann Ihr Kind mit Geldbeträgen umgehen? Kann es beispielsweise Wechselgeld nachprüfen?
- überschaut Ihr Kind kleinere Mengen, ohne abzählen zu müssen?
- Bewerkstelligt es Addition und Subtraktion nur durch Abzählen?Verrechnet sich Ihr Kind dabei häufig „um eins“ (z.B. 7 – 3 = 5; 6 + 4 = 9)?
- Werden die Rechenoperationen verwechselt? Rechnet es z.B. 10 • 10 = 20, 3 + 3 = 9?
- Hat Ihr Kind besondere Schwierigkeiten mit so genannten Platzhalteraufgaben 8 – [ ] = 3?
- Verwechselt es Begriffe wie mehr/weniger, das Doppelte/die Hälfte, ein Teil/das Mehrfache, aber auch Begriffe wie länger/kürzer, schwerer/leichter, schneller/langsamer, früher/später?
- Schreibt es die Zahlen „nach Gehör“ falsch: z.B. bei der 43 erst die 3 und dann die 4, also 34; oder 20030 statt 230?
- Ist Ihr Kind in der Lage, Zahlenreihen z.B. von 30 bis 15 auch rückwärts aufzusagen?
- Muss Ihr Kind nach Berechnung von 7 + 8 die Aufgabe 7 + 9 erneut abzählen? Muss es nach der Berechnung von 6 + 3 die Aufgabe 3 + 6 neu berechnen?
- Löst Ihr Kind die Aufgabe 30 + 6 schnell, braucht aber viel Zeit, um 6 + 30 zu lösen?
- Gelingen ihm Analogiebildungen nicht? (z.B. 4 + 5 –> 14 + 5 oder 4 + 5 –> 40 + 50)
- Vergisst Ihr Kind häufig über den „langen Rechenweg“ die Aufgabe? Produziert es oft „Phantasieergebnisse“ (z.B. 10 + 10 = 200)?
- Beherrscht Ihr Kind Stellenwerte und Zahlenaufbau? Verwechselt es z.B. 12/21, 34/43? Oder rechnet es z.B. 50 + 4 = 90; 45 + 14 = 86
- Hat Ihr Kind Schwierigkeiten bei Zehner-, Hunderter- oder Tausenderübergängen?
- Kann es mit Zeitangaben umgehen? Verwechselt es Stunden, Minuten, Sekunden? Hat es nur ungenaue Vorstellungen von Wochen, Monaten, Jahren?
- Ist Ihr Kind in der Lage, eine gegebene Sachaufgabe in den richtigen mathematischen Lösungsweg zu transformieren oder sucht es sich auf „gut Glück“ irgendeine Rechenart aus?
- Sind seine Rechenleistungen sehr unregelmäßig? Hat das üben wirklich dauerhaft geholfen, oder ist manches, was es gestern noch „konnte“, heute wieder wie weggeblasen?
Die Frage, ob ein Kind grundlegende Defizite beim Umgang mit Quantitäten aufweist, ob also eine Rechenstörung (Dyskalkulie) vorliegt, kann nur durch eine ausführliche fachliche Untersuchung geklärt werden. Denn zum Einen treten nicht alle Schwierigkeiten immer voll in Erscheinung und zum anderen kommen viele dieser Fehlleistungen bei jedem Kind, das Rechnen erst noch lernt, mehr oder weniger häufig vor. Für den Fall, dass bei ihrem Kind drei oder mehr der oben genannten Schwierigkeiten gehäuft auftreten, sollten Sie sich durch einen Test Gewissheit verschaffen. Für die weitere Förderung Ihres Kindes ist es sehr entscheidend, ob es nur einen bestimmten Schritt nicht verstanden hat oder ob seine Schwierigkeiten grundlegender Art
sind.
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